MS und Ernährung: Auf gesunde Lebensmittel achten

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Die Möglichkeiten, mit Hilfe der Ernährung und mit Diäten auf die MS-Erkrankung Einfluss zu nehmen, beschäftigen Wissenschaftler und Kliniker seit geraumer Zeit. Besonders, seit bekannt wurde, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin D Status und dem Auftreten von Multipler Sklerose gibt, ist die Hoffnung bzgl. spezieller Diäten gestiegen. Es gibt keine gesicherte Erkenntnisse, dass die zusätzliche Vitamin D Aufnahme bei ausgebrochener Krankheit zu einer Besserung führt.

Weitere Lebensmittelbestandteile oder -zusätze wurden hinsichtlich ihrer Wirkung untersucht:

  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren (in Pflanzenöl, wie Walnuss- oder Rapsöl, in Lachs und Makrelen)
  • Probiotika (Zubereitung unter Zusatz von Mikroorganismen, wie z.B. Milchsäurebakterien in Joghurt)
  • Antioxidatien (z. B. Vitamin A, C, E)
  • Polyphenole (z. B. in Granatapfeln, Walnüssen, Grünkohl, Brombeeren)
  • Gingko Extrakte aus Blättern (über Reformhäuser)
  • Curcumin – (Gelbwurzel, E100 Lebensmittelzusatz, in Curry, Senf)

Allen genannten Lebensmittel werden günstige Effekte zugeschrieben. Milchproteine hingegen stehen im Verdacht, den Zustand zu verschlechtern.

Die richtige Ernährung ist bei Gesunden wie auch bei Kranken wichtig für das Wohlbefinden. Einige MS Kranke spürten eine Verbesserung nach Änderung des Ernährungsplanes. Grund genug, sich ein paar Tipps für den geeigneten Speiseplan anzusehen. Fleischlose Ernährung ist grundsätzlich von Vorteil, allerdings ist Fisch auf dem Teller zu begrüßen. Mit Fisch werden eine Reihe entzündungshemmender Substanzen aufgenommen. Als Hauptbestandteil sollte pflanzliche Kost dienen, die viel Vitamin A, C und E enthält. Sie haben anti-entzündliche, aber auch anti-oxidative Eigenschaften und zerstören somit freie Radikale. Hochwertige pflanzliche Öle sind Butter oder Schmalz vorzuziehen.

Fisch statt Fleisch

Besonders wichtig ist der Verzicht auf arachidonsäurehaltige Lebensmittel, mit Ausnahme von Fisch. Außer Thunfisch, den man meiden sollte, haben die meisten anderen Fischarten wenig Arachidonsäure. Hingegen Innereien, wie Leber, Schweineschmalz, Wurst, Schinken oder Eier sind reich an der Substanz. Sie ist an der körpereigenen Herstellung von Stoffen beteiligt, die den Entzündungsprozesse unterstützen. Damit werden MS typische Faktoren, wie Entzündungsherde im Gehirn und Rückenmark begünstigt.

Stand 04.09.2014